Teilnahmebeiträge für jugendverbandliche Ferienfreizeiten steigen weiter

Die Fachstelle Jugendreisen im Bundesjugendring hat aktuelle Zahlen zu den Teilnahmebeiträgen jugendverbandlicher Ferienfreizeiten ausgewertet. Die Ergebnisse der laufenden Erhebung zeigen eine deutliche und anhaltende Kostensteigerung: Für einwöchige Ferienfreizeiten innerhalb Deutschlands liegen die durchschnittlichen Teilnahmebeiträge inzwischen um mehr als 50 Prozent über dem Niveau des Jahres 2019.

Grundlage der Auswertung ist eine laufende Befragung der Mitgliedsorganisationen des Bundesjugendrings sowie ihrer Gliederungen zu den Teilnahmebeiträgen für einwöchige Ferienfreizeiten innerhalb Deutschlands. Ziel der Erhebung ist es, die aktuelle Kostenentwicklung transparent darzustellen und strukturelle Veränderungen sichtbar zu machen. Bislang liegen 235 Rückmeldungen vor (Stand: Januar 2026).

Demnach betragen die durchschnittlichen Teilnahmebeiträge:

  • 207,12 Euro im Jahr 2024
  • 228,12 Euro im Jahr 2025
  • 244,15 Euro voraussichtlich im Jahr 2026

Im Vergleich zum Jahr 2019 steigen die Teilnahmebeiträge damit bis 2026 um rund 50,6 Prozent. Die Entwicklung macht deutlich, dass es sich nicht um kurzfristige Preisschwankungen handelt, sondern um eine strukturelle Kostensteigerung, die sich über mehrere Jahre hinweg verfestigt und die jugendverbandliche Praxis zunehmend unter Druck setzt.

Zur Einordnung der aktuellen Zahlen lohnt ein Blick auf frühere Erhebungen der Fachstelle Jugendreisen. Bereits eine Befragung unter rund 580 Organisationen Ende 2022 zeigte einen deutlichen Anstieg der Teilnahmebeiträge: Diese lagen bei durchschnittlich 162,11 Euro im Jahr 2019, stiegen auf 169,65 Euro im Jahr 2022 und wurden für 2023 mit 202,66 Euro kalkuliert. Die Daten bilden einen wichtigen Referenzrahmen und verdeutlichen die Dynamik, mit der sich die Kostenentwicklung in den vergangenen Jahren beschleunigt hat.

Die jugendverbandliche Praxis zeigt zugleich, wie zentral Ferienfreizeiten für junge Menschen sind. Sie ermöglichen Erholung, Gemeinschaftserfahrungen, Selbstständigkeit und außerschulisches Lernen – unabhängig vom familiären Hintergrund. Aus Sicht des Bundesjugendrings darf dieses Angebot nicht zu einem Privileg werden. Ziel und Auftrag der Jugendverbandsarbeit bleibt es, allen Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an Ferienfreizeiten zu ermöglichen.

Damit dies auch unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gelingt, braucht es politische Lösungen. Erforderlich sind insbesondere eine Erhöhung sowie eine an die reale Kostenentwicklung angepasste Dynamisierung der Fördermittel auf allen föderalen Ebenen. Nur so kann sichergestellt werden, dass Ferienfreizeiten auch künftig ein selbstverständlicher Bestandteil jugendverbandlicher Arbeit bleiben.